Autismus hat viele „Gesichter“. Diagnostisch gehören zu den Autismus-Spektrum-Störungen (ASS): frühkindlicher Autismus, Asperger-Syndrom und atypischer Autismus.
Autistische Menschen können unterschiedlich stark betroffen sein. Gemeinsam sind Auffälligkeiten in der sozialen Interaktion und der Kommunikation, eingeschränkte Aktivitäten und Interessen sowie stereotype Verhaltensweisen.
Aufgrund einer veränderten Verarbeitung im Gehirn gelingt es den Betroffenen nicht, Sinnesreize neurotypisch zu verarbeiten. Sie haben Probleme im Verständnis sozialer Zusammenhänge und empfinden die soziale Umwelt oft als beängstigend und chaotisch.
Autismus ist angeboren und nicht heilbar.
Therapeutische Maßnahmen unterstützen die Betroffenen, besser mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten, Auffälligkeiten in der Wahrnehmungsverarbeitung zu bearbeiten, Zusammenhänge zu verstehen und ihren individuellen Lebensweg selbstbestimmter zu gestalten. Die Lebenssituation der Betroffenen und ihrer Familien kann auf diese Weise deutlich verbessert werden.
Nach internationalen Untersuchungen sind etwa 0,8 Prozent der Bevölkerung von Autismus-Spektrum-Störungen betroffen. Von der Störung sind Jungen deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Autismus-Spektrum-Störungen findet man in Familien aller sozialen Schichten. Ursache ist nach heutigen Erkenntnissen eine genetisch bedingte Hirnfunktionsstörung, die zu vielfältigen Besonderheiten in der Sprache und im Verhalten führt.



Mitarbeiter ATZ in Trier (nur eine kleine Auswahl) v.l.n.r.:Stephan Kroj, Margit Zonker, Guido Michels, Sven Kowalzik (ausgeschieden), Irmgard Herold, Christel Schmidt-Nix, Markus Poschenrieder, Anette Schmitgen, Irina Matscheck-Marx.


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